Ich glaube an die Liebe
Was ist das für eine Macht
Die sich gegen eine Wehrlose richtet?
Wenn du mich verletzt
Verletzt du nicht auch dich?
Wenn du dich
Aus meinem Leben nimmst
Nimmst du nicht auch mich
Aus deinem Leben?
Ich glaube an die Liebe
Also glaube ich an dich
Ich glaube an die Selbstliebe
Also glaube ich an dich
Warum kann ich an mich nur glauben
Wenn du an mich glaubst?
So will ich lieben
Ich will dir was geben
Und was du daraus machst
Das nehm ich von dir
Ich will dir was zeigen
Und was du erkennst
Das erkenn ich an mir
Ich will dir was sagen
Und was du davon hörst
Das sag bitte mir
Ich will dich was lehren
Und was du daraus lernst
Das lern ich von dir
Ich will dir was helfen
Und was dir davon hilft
Das hilft dann mir
Ich will alles tragen
Und was du mir abnimmst
Das trag ich mit dir
So will ich lieben
Und was du daran liebst
Das lieb ich an dir
Ist das leben
Wenn du nicht bei mir bist
Ist das Leben
Wie gelbe Plastikblumen:
Eintönig und nicht blühend
Wenn du nicht bei mir bist
Ist das Leben
Wie Kunstrasen:
Grün gefärbt
Und ohne Ameisen unter meinen Füßen
Wenn du nicht bei mir bist
Ist das Leben
Wie ein ausgestopfter Kanarienvogel:
Festgehalten in einem Käfig
Ohne Möglichkeit zum Gesang
Wenn du nicht bei mir bist
Ist das Leben
Wie eine festverschlossene Parfumflasche:
Glashart und den Duft nicht freigebend
Wenn du nicht bei mir bist
Ist das Leben
Wie Mairegen den man durch's Fenster sieht:
Strohtrocken und kein Wachstum bringend
Wenn du bei mir bist
Erblühen die roten Knospen auf meiner Brust
Ameisen kribbeln in meinem Bauch
Und meine Lieblingsfarbe ist Rosa
In mir erklingt das Lied der Liebe
Das die Fenster meines Herzens weit öffnet
Und der Duft deines Körpers
Macht mich klitschnass
Unter dem Wachstum deines Frühlings
Wenn du bei mir bist
Ist das Leben
Draußen
Dass es den Menschen so viel bedeutet
Das Gefühl abzuwürgen
Ich kann das nicht verstehen
Dass es den Menschen so viel bedeutet
Die Liebe als unwichtig zu erklären
Ich kann das so nicht sehen
Dass es den Menschen so viel bedeutet
Das Glück im Besitz finden zu müssen
Ich weiß so kann' s nicht gehen
Dass es den Menschen so viel bedeutet
Die Gesichter der Angst nicht zu erkennen
Lässt oft mich draußen stehen
Wüste
Ich sehe dich stehen
Mitten in deiner Wüste
Die du dir selbst geschaffen hast
Ich sehe dich gehen
Auf steinigem Weg
Denn unter deinem Tritt wächst kein Gras
Ich sehe dich liegen
Inmitten von Toten
Denen du das Leben nicht geben willst
Ich sehe dich fliegen
Im luftleeren Raum
Dem du selber das Vakuum befiehlst
Ich höre dich schreien
Aus feuchter Kehle
Doch du gibst nicht ein Wort von dir
Ich spür dein Gefühl
Hinter der Mauer
Die du dir gebaut hast
Und ich will zu dir
Angst
Es gibt nichts Feigeres
Als die Angst
Sie versteckt sich immer
Und kämpft aus dem Hinterhalt
Gegen unser Leben
Sie hat kein eigenes Gesicht
Sie verwendet alles und jeden
Um die Macht nicht zu verlieren
Ohne die es ihr
Nicht möglich ist zu existieren
Sie zeigt sich niemals offen
Sie weiß
Das ist ihr Tod
Sie benutzt die Liebe
Verstümmelt sie bis zur Unkenntlichkeit
Dann gerät der Mensch in Not
Denn ohne Liebe
Kann der Mensch nicht existieren
Es hat der Mensch dann kein Gesicht
Was er dir zeigt
Ist nur die Angst
Erkennen kannst du sie deshalb nicht
Weil du um eine Liebe bangst
Von der du hörtest
Von der du last
Doch die die Angst dir zu spüren verbat
Und die du niemals zu erkennen vermagst
Solange die Angst Macht über dich hat
Wie aber
Ist der Angst dann beizukommen?
Benötigt dafür nicht die Liebe die Macht?
Und muß denn die Liebe
Nicht vor der Macht dann Angst bekommen?
Wo doch das Machtstreben
Die Liebe selbst unkenntlich macht?
Nein
Die Liebe kennt keine Angst
Und kämpft deshalb mit Waffen
Die die Angst nicht kennt
Die Macht der Liebe ist deshalb so beschaffen
Daß die Angst einfach Angst bekommt
Und sich von der Liebe trennt
Das A und O
Oooohhh!
Aaahhh!
Wo?
Da!
Und hier
Auch da?
Ja!
Iiihhh!
Sieh!
Wie nie...
Uuuhhh!
Jetzt du!
Nein!
Nicht allein
Jaaaaaaaaaahhh!!!