In dieser Best-of-Sammlung befinden sich Gedichte aus
sämtlichen Zusammenstellungen mit Tagebuchgedichten

 

Oft will der Mensch
besitzen
um geliebt zu werden

Doch kann der Mensch
nur lieben
um geliebt zu werden

 

Wahrheit

Hinter dem Leid wohnt die Freiheit
Hinter der Angst wohnt das Glück
Und leiden können
heißt sich zu befreien
Und die Angst zu besiegen
Bringt die Liebe zurück

Nach dem Winter kommt Frühling
Der Finsternis folgt immer Licht
Und wer in der Kälte
der Wärme gewiß
Der fürchtet sich
auch im Dunkeln nicht

Hinter den Wolken ist Sonne
Unter dem Eis ruht das Land
Und wer seinen Himmel
klären kann
Immer wieder
Erblühendes fand

Dem Krieg folgt immer auch Frieden
Nach Ebbe kommt sicher Flut

Das sind die Wahrheiten
unseres Lebens
Und dem der sie kennt
mangelts niemals an Mut

 

Antwort

Frag mich nicht
wo die Fragen sind
Die Menschen
ihrem Leben stellen
Man hört sie nicht
auch Antwort nicht
Nur Urteile
die sie dann fällen

Frag mich nicht
wo die Hände sind
Mit denen sie
ihr Leben fassen
Man sieht sie nicht
Man sieht nur das
was sie aus ihnen
fallen lassen

Frag mich nicht
wo die Augen sind
Mit denen sie
ins Leben sehen
Man findet nur
die Höhlen blind
Wenn sie
ihre Blicke drehen

Frag mich nicht
wo die Herzen sind
Die doch
in allen Menschen schlagen

Man spürt sie nicht
Findet sie nur
wenn sie
sie zum Doktor tragen
Doch frag mich
wo die Liebe ist
Nach der
alle verzweifelt streben

In unseren Fragen
In unseren Händen
In unseren Herzen
Im sehend leben

 

Das einzig Wahre

Erst wenn das Denken schweigt
Sich wahre Liebe zeigt

Erst wenn der Atem fließt
Das wahres Leben ist

Erst wenn das Innere bebt
Man wahre Stärke lebt

Erst wenn das Fühlen lenkt
Das einzig Wahre anfängt


Dieses Gedicht
wurde vom Liedermacher Matthias Strauch
auf seiner CD Das tut so gut! veröffentlicht

hoerprobe

 

Wissen ist Macht

Lerne
zu wissen
was du willst

Statt
dich vor dem
zu schützen
was du nicht willst

 

Gute Nacht

Und dann schicke ich
diesen Kuss durch die Nacht
mit dem Auftrag
dass er deinen Schlaf bewacht

Dass er sanft über deine Stirne streicht
auf deinen Lippen verweilt ganz leicht
den Hals dann langsam abwärts gleitet
sich warm in deinem Herz ausbreitet

Und doch
hier noch nicht ruhig verweilt
ein Stückchen jetzt noch tiefer eilt
einmal deinen Bauch umrundet
und zärtlich dann
auch das erkundet
was meinen Traum
erbeben lässt

Doch bevor er nun
zu stark und fest
dich aus deinen Träumen holt
er langsam wieder aufwärts rollt
sich in deine Achsel kuschelt
noch einmal hin und her wuschelt
dann macht auch er
die Äuglein zu

In beider Traum
ist endlich Ruh'