lerne selbst lieben Lerne Selbst Lieben!

Sachliche Darstellung
290 Seiten
Kartoniert

Juli 2009 - Vorveröffentlichtes
Referenz- und Rezensionsexemplar
im Eigenverlag
Schutzgebühr € 9,90
(für Presse- und Lektoratverteiler kostenlos)

Bestellung unter e.we@evelyne-weissenbach.at



Klappentext:

Die Liebe ist allen Menschen gegeben und dennoch befinden sich die meisten auf der Suche nach ihr. Andere wieder haben Angst vor ihr und möchten sie aus ihrem Leben drängen.
Doch die Liebe ist das Phänomen, das den Menschen aus seinem tierhaften Dasein ins Menschsein erhebt und deshalb sein fundamentalster Bestandteil.
Konflikte in Partnerschaften, aber auch in Gesundheit und Wohlbefinden haben ihren Urspung oft in einer Fehlinterpretation der Liebe. Wir übernehmen bereitwilligst Gedanken und Rituale, die uns dynamisch aus der Gesellschaft erwachsen. Vieles davon ist in der westlichen Welt jedoch manipuliert.
Auch die christlichen Religionen folgen schon lange nicht mehr dem, was Jesus ihnen vorgegeben hat. Seine Botschaft - die er mit seinem Leben bezeugte - die Liebe als Sinn und Heil bringende Qualität in unser Dasein einzubringen, damit auch wir es Leben nennen können, wird viel zu oft unter Machtansprüchen versteckt.

Ich habe vor mehr als 20 Jahren, im Zuge der Aufarbeitung einer Krankheit, den Weg zur Liebe gefunden. Diese sah ganz anders aus, als sie mir bis dahin dargestellt wurde, hat aber in dieser Erkenntnisform mein Leben äußerst positiv verändert.
Es stellte sich heraus, dass die Liebe ein absolut autarkes Phänomen ist, das von noch so vielen unterschiedlichen Meinungen nicht verändert werden kann. Und dass für den Menschen die Selbstliebe und die daraus erwachsende Selbstverantwortung immer an ihrem Ausgangspunkt steht.
Eine zusätzliche emotionale Bereicherung fand ich in der Überraschung, auf diesem Weg Jesus als perfektes Spiegelbild der Liebe zu entdecken. Meine Arbeit an diesem Manuskript hatte jedoch zur Folge, dass ich aus der Amtskirche austrat, weil ich Jesus in den christlichen Religionen nicht ausreichend vertreten fand.


Inhalt:


Warum
Wofür
Wie

     Die nichtgreifbaren Phänomene
     Die greifbaren Phänomene

Das Phänomen der Liebe

Die allgemeinen Grundlagen

1-01 Das Wesen Mensch
1-02 Das menschliche Fundament
1-03 Der Mensch, das Gemeinschaftswesen
1-04 Der Mensch und die Ewigkeit
1-05 Der Sinn der Spezies Mensch
1-06 Kommunikation
1-07 Gott
1-07-1 Gott - ganz persönlich

Wofür brauchen wir die Liebe

Die Überbrückungsmodelle der westlichen Gesellschaft:

2-01 Eingemeindung über Normierung
2-02 Eingemeindung über kollektive Problemmuster
2-03 Eingemeindung über das Gewichtsproblem
2-04 Eingemeindung über Krankheiten
2-05 Machtausübung

Was ist Liebe?

3-00 Das Phänomen der Liebe
3-01 Grundlagen und Grundsätze der Liebe
3-02 Die Arten der Liebe
3-02-1 Nächstenliebe
3-02-2 Elternliebe
3-02-2-1 Mutterliebe
3-02-2-2 Vaterliebe
3-02-3 Kinderliebe
3-02-4 Frauenliebe
3-02-5 Männerliebe
3-02-6 Erosliebe
3-02-6-1 Die Lust
3-02-7 Selbstliebe
3-02-8 Gottesliebe

Das Phänomen Jesus

4-00 Die Liebe Christi
4-01 Das Symbol Jesus
4-02 Die Dreifaltigkeit Gottes
4-03 Gottessohn oder Menschensohn?
4-04 Heute wie damals
4-05 Himmel auf Erden
4-06 Verliebt in Jesus
4-07 Der Kreuzweg der Liebe
4-08 Was Jesus nicht kann
4-09 Das Lamm Gottes
4-10 Die Wunder
4-11 Die Eucharistie
4-12 Jesus und der Sex
4-13 Jesus und die Scheidung
4-14 Das erotische Himmelreich
4-15 Die Jungfrau und der Pfarrer
4-16 Resumee

Wie es dazu kam

 

 

 

Leseproben:

3-0 Das Phänomen der Liebe

Was ist Liebe?

Nachdem wir uns nun so ausführlich damit beschäftigt haben, was die Liebe nicht ist und wie wir uns aus dem Kreise der Liebe hinausmanipulieren lassen, wird es nun endlich Zeit, uns der Liebe zuzuwenden.
Wir wollen sie als erstes in ihrem phänomenologischen Sinn aufspüren, in weiterer Folge ihre Grundsätze aufzeigen, um echte Liebesmuster von gängigen Modellen unterscheiden zu können und dann den Bogen schließen mit den Arten der Liebe.

Das Phänomen der Liebe

Wenn ich nun versuchen will, den phänomenologischen Sinn der Liebe zu erklären, dann ist es sehr nützlich, sie in ein leicht anschauliches Modell zu transferieren. Alles was liebend ist, muss sich zu einem Kreis zusammenfügen. Nur der Kreis ist die Form der absoluten Ewigkeit. Weil er ohne einen Richtungswechsel zu erfordern, nirgends beginnt und nirgends endet. Immer in eine Richtung - und doch kein Anfang und kein Ende. Um Ewigkeit zu erlangen, muss also immer im Kreis vorangeschritten werden.
Wenn Sie mit dem Finger einen Kreis ziehen und immer wieder weiter im Kreis ziehen, und immer weiter und weiter, dann werden Sie leicht erkennen, was ich meine. Nirgends beginnt, nirgends endet diese Bewegung und diese Linie. Immer weiter, immer weiter - endlos.
In dem Augenblick, wo Sie mit dem Finger stehen bleiben, ist die Endlosigkeit, der ewige Kreislauf unterbrochen.
Wenn immer fortgeschritten werden muß, dann ist logisch, daß immer eins aus dem anderen erwachsen muss. Wird diese Kette unterbrochen, gibt es wieder keine Ewigkeit.
Alles, woraus etwas erwachsen muss, um in die Ewigkeit eingehen zu können, benötigt die Zuwendung. Nur die Zuwendung ermöglicht ewigen Fortgang. Im biologischen Bereich können wir das sehr leicht beobachten. Nur aus sich einander zuwendenden Vorgängen entsteht immer Neues. Aus sich voneinander abwendenden Vorgängen kann nichts Neues entstehen.

Ewigkeit bedeutet also: Immer-neue-Zuwendung. Um aus Zuwendung etwas ewig fortzuführendes erwachsen lassen zu können, benötigt man die Liebe. Wenn sich der Hass irgendetwas zuwendet, zerstört er und unterbricht damit die Endlosigkeit.
Das liebevolle Zuwenden bedeutet immer-geben-wollen. Was und wem und in welcher Form auch immer. Dort liegt einer der verhängnisvollsten Irrtümer in bezug auf die Liebe. Der Mensch glaubt, daß er nicht allem und jedem immer geben kann. Doch der Mensch kann sich allem und jedem immer zuwenden und er kann immer sich selbst geben. Die Form ändert sich nur durch die Unterschiedlichkeit der Gegenüber. Aber Zuwendung bleibt Zuwendung und geben-wollen bleibt geben-wollen.

Letztendlich muss der Mensch immer sich selbst geben. Er hat gar keine andere Möglichkeit. Er muss sich in die Ewigkeit einbringen, ob er will oder nicht. Er bestimmt nur, was er in die Ewigkeit einbringt. Da kommen wir dann zur Individualität und zur Selbstverantwortung.

Das Phänomen der Liebe bedeutet deshalb immer-geben-wollen, weil dies die einzige Möglichkeit der Zuwendung ist, aus der immer wieder etwas entstehen kann. Nur wenn immer gegeben wird, besteht auch die Möglichkeit, annehmen zu geben. Einer gibt und der andere gibt durch annehmen. Wenn alle nehmen.....
Wenn man immer geben will, muss man also auch annehmen können, weil man dadurch einem Anderen die Möglichkeit zum Geben gibt.
Dort schließt sich der Kreis der Liebe zur Selbstliebe. Nur wer sich sich selbst zuwenden kann, gibt einem Anderen die Möglichkeit, sich ihm ebenfalls zuzuwenden. Nur wer sich selbst etwas geben kann, gibt auch einem Anderen die Möglichkeit ihm etwas zu geben. Nur wer sich selbst liebt, kann also etwas annehmen und weil er dadurch in sich selbst etwas vorfindet, kann er auch etwas geben.
Nur wer sich selbst liebt, kann aus Selbstliebe von einem Anderen um dessen Liebe willen etwas annehmen und aus Liebe um dessen Selbstliebe willen ihm etwas geben.
Wer sich selbst nicht liebt, kann nicht immer geben, weil er sich selbst nichts geben kann und kann auch einem Anderen dadurch keine Möglichkeit geben, ihm etwas zu geben. Wer sich selbst nicht liebt, kann also auch keine Liebe annehmen und weil er dadurch keine Liebe in sich findet, kann er auch keine geben.
Wer nur sich selbst liebt, kann nicht immer geben, weil er einem Andern nichts geben kann.

Immer-geben bedeutet deshalb das Immer-zuwenden zu dem, was man gerade geben kann und das ist nur möglich, wenn sich die Selbstliebe mit der Liebe nahtlos verbindet.
Ein ewiger Kreis. Geben und annehmen, geben und annehmen, geben und annehmen..., bedeutet logischerweise immer-zuwenden und daraus entsteht immer wieder Neues und ist immer Bewegung. Deshalb ist dieser Kreis absolut selbsttragend und muss nirgends beginnen und nirgends enden.
Dieses Geben und Annehmen kann logischerweise keineswegs nur direkt zwischen zwei Partnern ablaufen. Wenn aus Geben und Annehmen immer etwas Neues entstehen soll, dann muss dies auch bedeuten, von der einen Seite anzunehmen (da wende ich mich dem Gebenden zu) und nach der anderen Seite abzugeben (da wende ich mich dem Annehmenden zu). Deshalb muss die gegenseitige Zuwendung zweier Partner immer wieder dazu führen, dass sie sich dann eben gemeinsam etwas Neuem zuzuwenden. Das ist ein oft zu beobachtendes Missverständnis in einer Liebesbeziehung, daß die "Liebenden" glauben alle Bedürfnisse müssten nur von dem Partner gedeckt werden. Doch dies ist eindeutig der Vorgang, die Zuwendung eines Menschen besitzen zu wollen. Liebe zwischen zwei Menschen ist etwas Wunderbares, doch muß sie immer dazu führen, sich anderen Menschen ebenfalls zuwenden zu können, sonst ist es keine Liebe. Wenn man zwei Menschen trifft, die nur einander "lieben" können, dann ist das keine Liebe, sondern Einsamkeit zu zweit. Wir können sofort erkennen, dass daraus keine Ewigkeitskette entstehen kann. Das Geben und Annehmen geht immer nur hin und her.

Auch ein Kreis aus geben, geben, geben, bringt keine Ewigkeit, denn auch hier fehlt die Zuwendung. Wenn immer nur gegeben wird und niemand etwas nimmt - was soll daraus entstehen? Aber woher sollte auch etwas kommen, das man geben kann? Eines Tages wäre der Vorrat erschöpft. Und bei einem Kreis aus nehmen, nehmen, nehmen - ebenfalls. Woher?

Wichtige Orientierungen, um die wahre Liebe von der allgemeingültigen Ansicht über die Liebe unterscheiden zu können, sind also

1. Liebe ist immer-geben-wollen und
2. Liebe ist nur dann Liebe, wenn sie sich mit der Selbstliebe nahtlos verbinden lässt.

 

3-01 Grundlage und Grundsätze der Liebe

Wenn wir nun überlegen, mit welchen Mitteln wir den phänomenologischen Sinn der Liebe erreichen können, kommen wir an die Grundsätze der Liebe. Diese Grundsätze müssen also derart gestaltet sein, dass wir den Umgang und die Kommunikation mit unseren Mitmenschen und mit uns selbst in einer Art pflegen, dass daraus nichts Trennendes entsteht.

Wie wir bereits gehört haben, kann der Mensch immer nur sich selber geben und um nun nichts Trennendes zu geben, muß er logischerweise Überbrückungsmöglichkeiten wählen, die ihn einerseits über das Immer-geben-wollen in die Gemeinschaft hineinbringen und ihn auf der anderen Seite dazu befähigen, von der Gemeinschaft etwas anzunehmen.

Die Menschen glauben oft, dass die Liebe von irgendwoher über sie hereinbricht, erst dann für sie zu spüren ist und sich nun in greifbaren Handlungen ausdrücken und in weiterer Folge in der Reflexion Bestätigung erfahren muss.
Dies ist wirklich ein äußerst gängiges Modell und das Verhängnis dabei ist, dass es mit der wahren Liebe absolut nichts zu tun hat.
Die Liebe ist im Menschen und ist für ihn zu spüren, wenn er sich ihr zuwendet. Sie kann und soll sich auch in liebevollen Handlungen ausdrücken, ist aber nicht abhängig davon und die Reflexion erwächst aus dem Herdentrieb und ist für die Liebe absolut unerheblich.
Was soll ein schwerst (womöglich geistig und körperlich) behinderter Mensch, der in der absoluten äußeren Abhängigkeit von anderen Menschen lebt, an liebevollen Handlungen setzen? Und doch ist es ihm möglich, Liebe zu erfahren, dadurch eine liebevolle Einstellung zu seinem Sein zu entfalten und seinerseits Liebe abzugeben. Einfach durch sein Sein. Ich kenne Eltern mit einem Kind, das aufgrund eines tragischen Ereignisses im ersten Lebensjahr nicht sehen oder hören kann, geistig behindert ist und von allein auch nicht einmal nur sitzen kann, die einerseits in ihrer liebevollen Fürsorge so viel Liebe erfahren können, die sie andererseits eben nur dadurch erfahren konnten, weil es dieses Kind gibt! Das geht nun schon seit über 20 Jahren so und erschreckenderweise meinen die meisten Menschen in deren Umgebung, dass "es besser gewesen wäre, wenn dieses Kind damals hätte sterben können". Bitte für wen? Das kann doch nur denjenigen so erscheinen, welche die Einzigartigkeit jedes Menschen (also auch eines Behinderten) nicht anerkennen und eine Erfüllung durch Liebe nicht erkennen können. Deren Marketing-Charakter sie so weit entmenschlicht hat, dass sie ein menschliches Wesen mit einem optimal gestalteten Objekt nach bestimmten Wertvorstellungen verwechseln.
Dabei ist gerade diese Familie die zusammengeschweißteste, die ich überhaupt kenne (es gibt auch noch weitere Kinder). Jeder übernimmt Verantwortung für seinen Bereich, tiefer Zusammenhalt zeichnet ihr Zusammenleben aus. In der Erfahrung ihrer großen Leidensfähigkeit haben diese Menschen auch ihre ganze Liebesfähigkeit gefunden, die sie ihrerseits wiederum auch sehr viel Glück erfahren lässt. Und das Kind selbst spürt die Anwesenheit von Familienmitgliedern ganz genau. Man sieht es seiner Mimik an und meistens ist diese für einen aufmerksamen, liebevollen Menschen höchst erfreulich anzusehen.
Oder ist es doch auch einem Säugling in den ersten Lebensmonaten absolut nicht möglich, liebevolle Handlungen zu setzen, und erst in der Reflexion Bestätigung zu erfahren. Und doch kann er soviel Liebe geben. Einfach durch sein Sein. Und selbstverständlich kann er auch sehr viel Liebe annehmen und dadurch gibt er schon wieder Liebe zurück.

Hervorgerufen durch ihre verfälschte Ansicht über die Liebe verwechseln die Menschen oft liebevolle Kommunikation bereits mit Liebe und halten die Ausdrucksformen der Liebe für die Liebe selbst. Dies birgt aber die Gefahr für verhängnisvolle Irrtümer, als man Handlungen, die liebevoll erscheinen (und vielleicht auch so gemeint sind) genauso unter ganz anderen Motivationszwängen setzen kann. Menschen, die offensichtlich immer geben, können dies aber auch unter der neurotischen Voraussetzung tun, sich selbst als Opfer ansehen zu wollen, die immer nur geben und nichts dafür erhalten. Darin ist nun keinesfalls eine liebevolle Handlung enthalten. Oder können Menschen liebevoll erscheinende Handlungen setzen, weil sie dazu erzogen wurden, dass es sich so gehört, oder um von anderen etwas dafür zu fordern. Ich glaube, daraus entstehen auch die vielen Unsicherheiten, die den Menschen die Sicht auf die wahre Liebe und auf wirklich liebevolle Handlungen verstellen. Die Unterscheidung wirklich liebevoller Handlungen von liebevoll erscheinenden Handlungen in einer Gesellschaft, die aus dem Konsum- und Marketingdenken gespeist wird, muss für den Menschen einfach fast unmöglich erscheinen.
Wie wir daraus ersehen, kann durch noch so liebevoll erscheinende Handlungen dann keine Überbrückung herbeigeführt werden, wenn die Grundlage der Liebe fehlt. Diese Handlungen beinhalten dann trennende Faktoren.
Oft resultieren diese trennenden Faktoren aus dem Umstand, dass man ja eine liebevolle Handlung an einer bestimmten Person oder Personengruppe nur stellvertretend für die gesamte Gemeinschaft setzen kann. Ein Mensch, der sich einem Kind zuwendet, und diesem liebevolle Handlungen angedeihen lässt, trennt sich durch die - im greifbaren Bereich - begrenzte Möglichkeit, allen Kindern liebevolle Handlungen angedeihen zu lassen, eindeutig in diesem Vorgang von anderen Kindern. Erst wenn er seinen Handlungen die Liebe zu allen Kindern zugrundelegt, kann er sie (quasi stellvertretend) auch einem Kind geben. Dann ist der trennende Aspekt aufgehoben. Und dann kann er auch die Liebe eines Kindes annehmen. Dies ist die einzige Art, um aus der Kommunikation mit nur einem Partner (sei es nun Kind, Freund, Erotik-Liebespartner oder auch Gott) etwas entstehen zu lassen, das weiter in die Ewigkeit führt. Nur dann führt der Vorgang des direkten Hin und Her (Gebens und Annehmens) dazu, sich der Gemeinschaft zuzuwenden, sich in ihr frei und sicher bewegen zu können, und aus ihr etwas annehmen zu können (nämlich beispielsweise die Zuwendung aller Kinder, die sich uns zuwenden).
Deshalb kann eine wirklich liebevolle Handlung nur aus einer liebevollen Einstellung zum Sein erwachsen. Diese ist die Grundlage der wahren Liebe. Ohne sie gibt es keine Liebe und deshalb ist sie die wahre Liebe.

Die wahre Liebe des Menschen besteht in seiner Einstellung!

Der Mensch - und nur der Mensch - hat die Möglichkeit, die Einstellung zu seinem Sein selbst zu wählen und zu gestalten. Und nur der Mensch hat die Möglichkeit, sich zu entscheiden, ob er sich mit seiner Gemeinschaft verbinden will oder sich von ihr abtrennt. Aus diesem Grund ist lieben immer ein Ereignis des eigenen Wollens! Niemals etwas, das von irgendwoher über uns hereinbricht. Denn wir selbst wählen die Einstellung zu unserem Sein und deshalb ist die Liebe immer ein aktiver Vorgang! Lieben muss man immer selbst, man kann nicht andere für sich lieben lassen. Und das Geliebt-werden kann nur in den Vorgang des Liebens eingebunden werden, wenn wir aktiv lieben können. Denn erst dann können wir die Liebe eines Anderen überhaupt annehmen.

Zum Unterschied dazu können wir aber nun sehr leicht aufdecken, dass wir andere sehr wohl dazu veranlassen können, liebevolle Handlungen zu setzen. Und dies kann sehr wohl aus unserer Liebe entstehen, kann aber genausogut aus anderen Motivationen gespeist werden. Wir können andere genausogut permanent dazu auffordern, liebevolle Handlungen zu setzen (wohl auch für wieder andere), um unsere eigene Liebesunfähigkeit damit zu verschleiern. Es sieht dann wohl so aus, als würden wir uns um das Wohl der Gemeinschaft sorgen und auch etwas tun, weil wir ja Handlungen hervorrufen, doch im eigentlichen lassen wir nur die Anderen für uns arbeiten, um uns selbst ein soziales oder liebevolles Mäntelchen umhängen zu können (ein leider sehr gängiges Muster in unserer Gesellschaft - die meisten Menschen wissen, was die Anderen besser machen könnten oder sollten, aber wenige machen es selbst besser).
Doch lieben können wir nur selbst. Und Liebe erfahren, ebenfalls.
Die Erfahrung der Liebe ist für einen reifen erwachsenen Menschen immer eine aktive Erfahrung. Wenn wir selbst nicht (aktiv) lieben können, werden wir auch keine Liebe erfahren können.
Deshalb müssen wir die Erfahrung der Liebe ebenfalls aktiv anstreben und können sie nicht einfach passiv geschehen lassen, weil sie erst aus unserem eigenen Wollen und aus unserer eigenen Entscheidung zur Liebe erwächst. Wenn auch die Liebe selbst genauso durch das Geben absoluter Hilflosigkeit erwachsen kann, so können wir doch sehr gut erkennen, dass daraus keine Ewigkeitskette entstehen könnte, würde es nicht Menschen oder Prozesse geben, die dieser Hilflosigkeit Hilfestellungen entgegenbringen würden. Eines muss aus dem anderen erwachsen.
Deshalb ist es für den Menschen unbedingt vonnöten, die liebevolle Einstellung zu seinem Sein auch auszudrücken, um wahrhaft lieben zu können. Dies bedeutet liebevoll zu kommunizieren und zu handeln.
Die liebevolle Einstellung zum Sein (als Grundlage der Liebe) muss mit den Grundsätzen der Liebe für eine liebevolle Erfahrung aktiv verbunden werden. Ein reifer erwachsener Mensch kann sich deshalb keineswegs einfach hilflos stellen und darauf warten, dass er so durch sein Sein Liebe erfahren kann (wie z.B. der Säugling), weil dies keineswegs einer liebevollen Einstellung zu seinem Sein entspricht. Die liebevolle Einstellung zum Menschsein beinhaltet, auch aktive Beiträge für die Ewigkeitskette leisten zu wollen. Arbeit ist deshalb ein grundsätzlicher Bestandteil der Liebe, ob nun produktiv oder kreativ, oder in welcher Form auch immer.
Ein Mensch muss seine Liebe auch in Handlungen ausdrücken, um wahrhaft lieben zu können. Auch ein hilfloser Mensch drückt seine Liebe in (dann eben hilflosen) Handlungen aus. Und er kann sehr viel geben, wie ich vorher beim Säugling und in dem Beispiel mit dem behinderten Kind aufgezeigt habe. Darüberhinaus gibt er die Möglichkeit zur Hilfestellung. Und Menschen die einem Hilflosen helfen können werden wissen, wieviel Liebe und Selbstliebe daraus erwachsen kann, und dass diese Augenblicke des Glücksgefühls mit nichts vergleichbar sind.
Doch ein Mensch, der an sich nicht hilflos ist, trennt sich von der Liebe, wenn er vorgibt, hilflos zu sein - beispielsweise um geliebt-werden zu erreichen - denn die liebevolle Einstellung zu seinem Sein muss den Menschen selbsterfüllend dazu auffordern, liebevolle Beiträge zur Ewigkeit zu leisten. Wenn er nun nicht hilflos ist, aber keine Beiträge leisten will, dann erkennen wir sofort: Dort wo der Mensch diesem Grundsatz nicht folgt, liebt er nicht. Darum muss ein erwachsener Mensch, dem seine ganze Verantwortung zugesprochen werden soll (und wir werden selten einen Menschen treffen, der nicht von sich behauptet, selbst die Verantwortung für sich übernehmen zu können), die liebevolle Einstellung zum Sein in liebevoller Kommunikation und in liebevollen Handlungen ausdrücken.
Am leichtesten erscheint es mir, dies an der Mutterliebe transparent machen. Eine liebende Mutter, die der Einstellung zu ihrem Sein die Liebe zugrundelegt, kann diese nicht einfach als Einstellung, alle Kinder zu lieben, im Raum stehen lassen und dann ihre Kinder verhungern oder im Schmutz erstarren lassen. Dies wäre nur wieder möglich, wenn diese Mutter beispielsweise durch Krankheit selbst so hilflos wäre, dass sie sich und ihre Kinder nur einstellungsmäßig lieben, aber keine liebevollen Handlungen setzen kann, sondern nur welche aus der Gemeinschaft annehmen kann.
Wie wir daraus ersehen, ist dies leider eine sehr oft gewählte Vorgangsweise für viele Menschen: Sich über tatsächliche (aufgrund von Verantwortungsproblemen jedoch oft psychosomatisch ausgelöste), aber auch vorgeschobene Krankheiten aus dem Verantwortungskreislauf der Liebe hinauszudrehen.
Allen diesen Menschen ist aber der Zugang zur wahren Liebe aus diesem Grunde auch verwehrt. Im Zustand der (bewusst oder unbewusst) vorgetäuschten Hilflosigkeit werden sie nicht nur keine Liebe geben, sondern auch keine empfangen können.

Doch die Liebe ist nicht nur ein in die menschliche Gemeinschaft strebendes Phänomen. Das Wesen der Liebe beinhaltet für den Menschen ebenso die liebevolle Einstellung zu seinem Sein in der Welt, und damit zur Natur und zu allen ewigkeitsfördernden Prozessen. Die Liebe ist wohl die Überbrückungsmöglichkeit für den Menschen, um sich mit den anderen Menschen, aber auch um sich mit der Welt und dem Universum, und dadurch mit Gott und Seiner gesamten Schöpfung zu verbinden. Denn auch hier ist dem Menschen durch seine Bewusstheit die als selbstverständlich empfundene Integration verwehrt. Der Mensch erfährt sich keineswegs als ein selbstverständlich in Erde und Universum eingebettetes Wesen.
Und auch hier ist es so, dass wenn keine Überbrückungsmöglichkeiten gefunden würden, dies den Menschen in Wahnsinn oder Tod treiben würde. Und auch hier ist die Liebe das einzige, das dem Menschen trotz Bewusstheit seines Abgetrenntseins und begrenzten Erden-Daseins die Ur-Angst nehmen kann.

Durch die nahtlose Verbindung der Liebe mit der Selbstliebe bedeutet das Immer-geben-wollen, das Immer-zuwenden in erster Linie die innerliche Zuwendung zu allen schöpferischen Prozessen, und in weiterer Folge zu den Menschen und allen anderen Geschöpfen. Und das ist nur über die Einstellung des Menschen zu seinem Sein, zum Menschsein und zum Sein in der Ewigkeit möglich.
Ein Mensch der sich beispielsweise dem schöpferischen Prozess eines Morgens zuwenden kann, den Tag begrüßen kann, wie er an ihn herantritt, im Einatmen seine Energie empfangen kann, die Wunder dieser Möglichkeiten für ihn wahrnehmen kann, und sich so alles was Gefühl, Geist und die Welt ihm geben können, selbst gibt, benötigt keinerlei Handlung und keinerlei Reaktion, um Liebe empfangen und abgeben zu können, weil er sich so eins mit sich und der Welt, und darüberhinausgehend mit Gott, empfinden kann. Dann kann er hinausgehen und seine Liebe weitergeben. Denn erst dann kann er die Einstellung zu seinem Sein so ausdrücken, dass wirklich liebevolle Kommunikation entsteht. Und erst dann wird er auch alle intuitiven und instinktiven Aufforderungen zur Liebe, wirklich als Liebe in seine Existenz einbringen können.
Am besten glaube ich das (wieder) an der Mutterliebe erklären zu können.
Die Mutterliebe ist die an und für sich auch bei uns noch unumstrittenste Form der Liebe. Jeder Mutter gesteht man eigentlich beinahezu kritiklos ihre Mutterliebe zu. Müssen alle anderen Menschen erst ihre Liebe beweisen, dass man sie ihnen zugesteht so muss eine Mutter erst das Gegenteil beweisen, dass man ihr die Mutterliebe aberkennt. Und doch kann eine Mutter alle Handlungen ausführen, die der offensichtlichen Fürsorge für ihr Kind zu entspringen scheinen und dies doch nur auf einer Ebene tun, die absolut nicht der Liebe entspringen muss. Etwa aus anerzogenem Pflichtbewusstsein, überdimensionierter Anpassung an die Forderungen der Umwelt, aber auch aus einem gewissen Machtstreben heraus, und noch unzähliges mehr. Am weitesten verbreitet ist der Vorgang, über ritualisierte mütterlich erscheinende Handlungen die eigenen Bedürfnisse erfüllen zu wollen.
Erst wenn der weibliche Mensch eine wirklich liebevolle Einstellung zu seinem Sein entwickelt hat, kann diese Frau ihre intuitive und instinktive Mutterliebe in ihrer ganzen Größe und Schönheit entfalten. Eine wirklich liebevolle Mutter wird deshalb nicht nur ihr eigenes Kind lieben, sondern alle Kinder und darüberhinaus auch sonst liebevoll in der Welt stehen.

Um eine liebevolle Einstellung zu seinem Sein und daraus resultierend den Zustand der Liebe zu erreichen, gibt es wiederum einige grundsätzliche Faktoren. Eine der wesentlichsten ist die Wahl der Perspektive. Eine liebevolle Sicht auf die Dinge bringt die meisten Komponenten der Liebe von ganz allein mit sich. Die liebende Schau bringt echtes Interesse, Erkennen und damit Erkenntnis und Achtung mit sich. Aus diesen erwachsen die liebevollen Handlungsabläufe, wie Fürsorge und Hilfestellung und die richtige Dosierung von Geben und Nehmen von ganz allein.
Das Interesse ist als Zauberwort für die Liebe anzusehen. Wem oder was wir uns auch aus echtem Interesse zuwenden, um daraus zu lernen - dieses Interesse wird uns immer in Verbindung mit dem Interessensobjekt treten lassen. In weiterer Folge werden Zusammenhänge transparent und wenn wir eine positive Zusammenhangskette bilden können, dann haben wir das Problem des Abgetrenntseins optimal gelöst und sind auf dem Weg in die Ewigkeit und damit auf dem reinen Weg der Liebe.
Wenn wir aus echtem Interesse echte Erkenntnisse (nicht nur vorgeschobene) gewinnen können, werden wir diesen Erkenntnissen die notwendige Achtung entgegenbringen können. Daraus ergeben sich zwangsläufig Selbstachtung und in weiterer Folge Selbstwertgefühl und Selbstverantwortung, die Grundlagen einer gesunden psychischen Individualität. Wer ausreichend Selbstwertgefühl, Selbstachtung und Selbstverantwortung in sich vereinen kann, ist absolut unabhängig von Bestätigung von außen und kann deshalb einfach geben, was er geben will und kann und dabei jederzeit annehmen, was ihm gegeben wird. In der Gewissheit seine Entscheidungen zu seinem Wohle, zum Wohle seiner Mitmenschen und zum Wohle der Welt fällen zu können, liegt die ganze Freiheit der Liebe.

Eine weitere wichtige Orientierung, um die wahre Liebe von der allgemeingültigen Anschauung über sie unterscheiden zu können, ist also
Alles was aus Liebe geschieht, kann keine trennenden Faktoren enthalten.

 

4-01 Gott

Für alle nichtgreifbaren menschlichen Phänomene, für alles, was spezifisch menschlich ist, aber nicht sicht-, hör- oder angreifbar ist, hat sich der Mensch ein Wesen geschaffen: Gott! Nun höre ich alle religiös Gottgläubigen entrüstet aufschreien. Denn nach dieser, meiner Theorie scheint es so, als hätte nicht Gott den Menschen erschaffen, sondern der Mensch Gott.

Nun ganz so ist es auch für mich nicht. Doch für das, was wir so im üblichen Sinn unter "Gott" verstehen - dafür ist für mich eindeutig der Mensch der Urheber. Götter mit Rauschebärten, die irgendwo fernab in einem Himmel sitzen und richten und verdammen - die gibt es für mich nicht. Auch die Götter anderer Kulturen, die irgendwo außerhalb sitzen und von dort auf den Menschen einwirken. Die sind für mich eindeutig vom Menschen erschaffen.

Für mich ist Gott die Liebe! Und nichts als die Liebe! Und diese Liebe erhebt das Säugetier Mensch zum Menschen. Also - hat Gott den Menschen erschaffen!

Gott ist die Ewigkeit. Und der Ewigkeit liegt die gleiche Struktur zugrunde, wie der Liebe, weil nur die Liebe Ewigkeit bringt. Und nur in der Ewigkeit liegt für mich der größte erkennbare Sinn. Nur in der Ewigkeit hat alles seinen Platz und nur in der Ewigkeit ergibt alles einen Sinn. Nur die Ewigkeit ist das größte erkennbare Gemeinsame, das alles in sich trägt.
Und nur Gott ist es, der alles in sich trägt. Er ist alles, Er ist in allem, Er war ewig und wird ewig sein. Also ist Gott die Liebe, die diese Ewigkeit aufrecht erhält.

Das Problem mit der Ewigkeit liegt für den Menschen darin, dass er die an und für sich undenkfähige Ewigkeit so schwer anerkennen kann. Für den Menschen mit seinem begrenzten Verstand erscheint es so, dass alles einmal beginnen und einmal enden muss. Doch für mich ist dies eindeutig eine Begrenzung des menschlichen Denkvermögens. Ewig ist einfach ewig. In dem Augenblick wo man seinen Anfang erkennen kann, ist es nicht mehr ewig.

In allem, was wir in der Ewigkeit finden können, ist Gott. Und Gott liebt die Ewigkeit. Denn nur die Liebe führt ewig weiter. Das Böse oder das Schlechte kann nicht ewig weiterführen. Es zerstört. Anderes oder sich selbst. Da gibt es keine Ewigkeit. Ewig bedeutet, dass eines aus dem anderen erwächst. Ewig. Nie beginnend, nie endend. Das kann aber nur das Gute, die positive Kraft: die Liebe. Aus dieser kann immer wieder etwas erwachsen. Weil es immer wieder Verbindungen geben wird.

Wenn der Mensch eines Tages so viel negative Kraft aufgebaut haben wird, dass die angestauten Aggressionen, die aus dem Bösen dynamisch erwachsen, sich entladen, wird er die Erde zerstören. Für die Erde wird es also keine Ewigkeit geben. Doch niemand wird daran zweifeln, dass es dann immer noch Gott gibt. Und dass Gott in - vielleicht - abermilliarden Jahren dann Neues erschaffen wird.
Die göttliche Liebe zu sich selbst, also die ewige Liebe zur Ewigkeit, wird Ihn sich mit anderen Wesen verbinden lassen.

Das ist für mich Gott.
Die ewige, alles umfassende Liebe.
Gott liebt alles und jeden. Und alles und jeden gleich. Und warum? Weil er sich selbst so liebt, dass er alles liebt, um nichts zu zerstören. Um sich selbst nicht zu zerstören.

Und daraus ergibt sich eindeutig die Untrennbarkeit der wahren Liebe von der Selbstliebe. Es gibt keine Liebe ohne Selbstliebe. Und es gibt keine Liebe ohne Gott.

Alles andere erscheint mir vom Menschen erschaffen. Mythen, Geschichte und Geschichten, Symbole, Synonyme, Gleichnisse um für ein absolut nicht greifbares Wesen Erklärungen zu finden. Erklärungen, die man letztlich wieder gar nicht wirklich finden kann, weil die Liebe und damit Gott einfach nicht erklärbar sind. Sie sind eindeutig nur spürbar! Und wie bei der Ewigkeit - in dem Augenblick, wo man ein Gefühl nicht gefühlsmäßig erfassen kann, also erspüren, sondern wo man dafür Erklärungen braucht - ist es kein Gefühl mehr. Ist es keine Liebe mehr. Ist es eine Erklärung. Die Liebe selbst muss man spüren. Das einzige daran ist vielleicht die erkennbare liebevolle Aktion: das Gebenwollen einer Erklärung.

Gott hat also für mich den Menschen dadurch erschaffen, dass er ihm die Fähigkeit gab, nicht greifbare Wesen in sich erkennen zu können. Nicht, sie in sich zu tragen. Das tun schließlich alle Bestandteile der Ewigkeit.
Göttliches Sein ist in allem zu sein. Menschliches Sein ist: das göttliche Sein in allem spüren zu können.
Der Mensch hat die Möglichkeit in allem die Liebe erkennen zu können. Er kann in allem die Liebe spüren.

Er kann rote Rosen oder Regenwürmer betrachten und ein unbändiges Gefühl der Liebe in sich aufsteigen spüren. Er kann Musik hören oder Bücher lesen und diese Liebe in sich fühlen, er kann anderen Menschen begegnen und Liebe spüren, er kann sogar an andere Menschen "nur" denken und Liebe spüren. Er kann sich selbst lieben. Er kann seine Arbeit lieben, den Ausblick von seinem Schlafzimmerfenster, den Himmel und die Wolken betrachten und lieben. Er kann in ein finsteres Bergwerk steigen und dort zur schwärzesten Kohle seine Liebe fühlen. Seine Liebe zur Welt, seine Liebe zum Menschsein, seine Liebe zu seinem Leben, seine Liebe zu der Liebe in ihm, also zu Gott. Seine Liebe zum Gesamtkunstwerk der Ewigkeit. Seine Liebe zur Schöpfung Gottes. Er kann alles und jeden lieben. Und das ist das Göttliche in ihm!

Doch Achtung! Der Mensch ist nicht Gott! Gott ist ein nicht greifbares Wesen, das an keinen bestimmten Körper gebunden ist. Vollkommen unabhängig ist er immer dort, wo die positive Kraft die Ewigkeit aufrecht erhält.
Der Mensch ist an seinen menschlichen Körper gebunden. Er trägt nur Gott in sich. Die Liebe an und für sich ist in allem. Doch nur dort, wo der Mensch sie erkennen und fühlen kann, ist Gott in ihm.

Das ist das menschliche Sein. Gott ist zwar immer im Menschen, doch nur dort, wo der Mensch Gott lebt, wirkt sich die positive göttliche Energie auf den Menschen aus. Auf das Menschsein.
Nur Gott liebt immer. Er kann das, weil er nicht an einen Körper gebunden ist. Er kann immer lieben! Er ist die Liebe und sonst nichts. Er ist nicht der Hass, er ist nicht die Versuchung, er hat nicht mit Ängsten oder Eitelkeiten zu kämpfen, er ist nicht der Lebenskampf, er muss keine stoffliche Substanz pflegen, weil er an keinen Körper und auch nicht an die Welt gebunden ist. Er ist die Liebe und nichts als die Liebe. Er ist absolut und radikal.

Der Mensch hat sich mit seinem greifbaren Sein ebenso auseinanderzusetzen, wie mit seinem nichtgreifbaren Sein. Der Mensch ist als Mensch an seinen Körper gebunden. Der Mensch ist als Mensch letztendlich an die Erde gebunden.
Der Mensch kann also nicht so absolut und radikal lieben wie Gott. Er muss auch seinen Körper erhalten, er muss die Welt erhalten, um seinem Sein - dem menschlichen Sein - gerecht zu werden und Sinn zu finden. Der Mensch ist nicht nur mit Gefühlen ausgestattet, der Mensch ist auch mit Trieben ausgestattet, die sein körperliches Sein aufrecht erhalten sollen. Denn ohne den menschlichen Körper könnte der Mensch auch nichts zur Ewigkeit beitragen. Der Mensch benötigt seinen Körper um sein Sein verwirklichen zu können.

Er hat seine Art zu erhalten - also die Spezies, d. h. der Sinn des Menschen ist es Menschen weiter zu erhalten.
Menschsein bedeutet in einem menschlichen Körper das göttliche Sein spüren und erkennen zu können.
Er muss also auf der körperlichen Seite seinen Trieben gerecht werden, und auf der geistigen Seite Gefühle und geistige Energie in die Ewigkeit einbringen. Er ist also nicht "nur" die nichtgreifbare Liebe, sondern er ist ein greifbares Wesen, das lieben kann.

Wir können also ganz leicht unterscheiden. Da ist auf der einen Seite Gott, der die Liebe ist. Er kann lieben und sonst nichts. Und das Schöne an ihm ist: Er liebt - und sonst nichts! (Darauf kommen wir später noch ganz genau zurück.)
Da ist auf der anderen Seite der Mensch. Er kann zwar lieben, aber er kann auch noch einiges anderes: er kann hassen, er kann lügen, er kann töten, und dgl.. Und er muss auch noch einiges anderes: er muss essen, er muss schlafen, er muss Kinder zeugen, er muss sich mit anderen Lebewesen auseinandersetzen. Und er muss dadurch manchmal seinen Platz verteidigen, sein Leben verteidigen. Ja überhaupt: er muss erleben! Er muss sich dem Erleben stellen.

Dieser Mensch ist nun ein Wesen, das andauernd Entscheidungen treffen muss. Weil er sich immer entscheiden kann. Für die meisten Tiere gibt es diese Möglichkeit nicht - und wenn, dann sicher nicht in diesem Ausmaß, wie für den Menschen - und für die Pflanzenwelt auch nicht. Für Berge, Seen und Wetter ebenfalls nicht. Diese Möglichkeit hat nur der Mensch! Und dort, wo der Mensch sich für die positive Energie in seinem Leben entscheidet, und damit daran beteiligt ist, die Ewigkeit aufrecht zu erhalten, und nicht gegen sie arbeitet, dort ist Gott bei und in ihm. Also entscheidet der Mensch, ob er sich Gott zuwendet, der immer in allem, also auch in ihm ist.

Und darum haben die Menschen die große Verdammnis erfunden, in der der Mensch versinkt, der nicht lieben kann. Gott selbst würde sich niemals von den Menschen abwenden. Gott selbst benötigt keine Beweise, er würde die Menschen nie in Versuchung führen. Er würde sie nie büßen lassen!

Die Drohungen, die angeblich von ihm kommen, sind für mich eindeutig dem menschlichen Geist entsprungen. Gott warnt, wie jeder Liebende, vor Gefahren.
Doch drohen und dann auch noch verdammen, das kann nur der Mensch. Niemals Gott!
Wenn der Mensch nicht lieben kann, sich also Gott nicht zuwendet, dann befindet er sich auf dem Weg zur Hölle. Weil er seinem menschlichen Sein nicht wesensgerecht wird. Denn ohne Liebe kann der Mensch nicht leben. Er ist dann eine Körperhülle, die der Ewigkeit stoffliche Substanz hinterlässt und keine menschliche Lebendigkeit. Doch nicht Gott hat ihn dorthin befördert. Ob der Mensch lieben kann, dafür ist er eindeutig selbst zuständig. Denn, wenn ein Mensch lieben will - dann kann er auch lieben.

Da die Selbstverantwortung leider nicht zu den größten Tugenden der Menschen zählt, hat sich der Mensch für den Zustand des Nicht-liebens ein weiteres nichtgreifbares Wesen erschaffen: den Teufel! So kann er die Verantwortung leicht abgeben. Wenn die bösen Mächte, die wieder einmal von außen auftreten, über ihn hereinbrechen, dann hat der Teufel die Hand im Spiel und der arme Mensch ist ihm hilflos ausgeliefert. Dann muss auch gleich Gott herhalten, der ihm den Teufel geschickt hat, um ihn in Versuchung zu führen (Ich möchte nur wissen, warum er das machen sollte? Ich konnte das bis heute nicht herausfinden...)

Ich finde es immer sehr traurig, wenn ich sehe, was Religionen aus dem so einfachen Prinzip der Liebe und der Selbstverantwortung gemacht haben. So viel Trost liegt im Glauben an Gott als die reine Liebe. So viel Sinn liegt in der Selbstverantwortung. Der Mensch könnte sich so leicht orientieren. Doch in dem Urwald von Ritualen, Höllenschrecknissen, Geboten und Verboten, Vergeltungsmaßnahmen, und in dem Sumpf der dauernd vorgebeteten Minderwertigkeit des Menschen und der von vornherein vorausgesetzten Schlechtigkeit, die durch die Erbsünde belegt wird, ja - überhaupt durch diese Überlastigkeit der Kollektivschuld, ist die allesumfassende göttliche Liebe, die niemanden verdammt oder ausschließt, so versteckt, dass sie meistens nicht einmal mehr den priviligiertesten Religionsforschern zugänglich ist.

So viel Trost und Glück habe ich in meiner Auseinandersetzung mit Gott gefunden, wie ich in vielen Jahrzehnten Konfrontation mit religiösen Praktiken nicht einmal annähernd gefunden habe. Ich habe meinen Glauben gefunden!
Und für mich gibt es für einen Menschen einfach nichts Tröstlicheres auf der Welt, als wenn er glauben kann.

Ich weiß, dass ich große Worte gelassen ausspreche. Ich weiß, dass ich mir dadurch viele Gegner, wenn nicht sogar Feinde schaffen werde. Ich kenne die Argumente nur zu gut, die mir entgegengeschleudert werden können. Viele werden mit der Bibel in der Hand auf mich losstürzen und mir beweisen wollen, dass ich nicht recht habe.

Doch ich kann gleich vorwegnehmen: Mir muss niemand etwas beweisen. Ich kann glauben. Und Glauben ist etwas für Menschen, die keine Beweise brauchen. Glauben ist wie Lieben. Glauben muss man selbst können, Glauben kann niemals von außen bewiesen werden. Sowie auch die Liebe nie von außen bewiesen werden kann.
Diese Menschen wollen dann alle nur sich selbst etwas beweisen. Was mir wieder zeigt, dass sie gerne etwas glauben würden, sich aber nicht trauen. Und dass diese Menschen, anstatt etwas zu suchen woran sie glauben können, sofort daran gehen, mir meinen Glauben nehmen zu wollen. Mir muss bewiesen werden, dass ich nicht Recht habe, damit ihr Nichtglauben zu Recht besteht. Da können manche schon ganz schön rundumschlagen.

Ich meine damit nicht, wenn jemand Fragen stellt, um sich selbst ein Bild machen zu können. Und sei es auch ein anderes, als ich es mir mache. Im Gegenteil, das liebe ich! Doch die meisten Menschen wollen Beweise. Und am liebsten wollen sie mir beweisen, dass ich nicht Recht habe.
Mich fasziniert es nur immer wieder, wenn ich mit einer an sich einfachen und vor allem sehr tröstlichen These unter die Menschen gehe, wie viele es gibt, die sie sofort zerstören wollen und wie wenige Menschen es gibt, die sagen: Moment, die Frau hat Trost gefunden, die Frau hat Liebe gefunden - wie hat sie das gemacht?
Keiner muss es deshalb auch so machen, wie ich. Doch mich persönlich interessiert es immer, wenn ich Menschen treffe, die etwas Positives im Leben gefunden haben. Dann will ich wissen, wie sie dazu gekommen sind, um vielleicht etwas Neues erfahren zu können, um vielleicht etwas dazulernen zu können.

Ich sehe darin die Angst der Menschen vor dem Glauben. An etwas zu glauben, das man nicht beweisen kann. Sie können nicht erkennen, dass das Wort "glauben" an sich eben ja schon bedeutet, etwas zu glauben und nicht, etwas beweisen zu müssen.

Keine Beweise zu brauchen, heißt aber deshalb noch lange nicht, dass ich mir etwas zurecht gezimmert habe und nun einfach daran festhalte.

Ich glaube nicht an irgendetwas, und schon gar nicht an etwas, das ich starr verteidigen muss. Ich glaube an die Liebe, ich glaube an die Menschwerdung durch die Liebe, und ich glaube an die Lebendigkeit der Liebe, die sie allen äußeren Einflüssen gegenüber unveränderbar macht. Deshalb ist sie für mich Gott, weil diese Liebe absolut ist.
Ich lasse jederzeit Einflüsse von außen zu, ich überprüfe auch, ob meine "Theorie" vielleicht tatsächlich nicht standhalten kann. Mit Beweisen hat das aber nichts zu tun. Sondern mit Offenheit und Flexibilität, ohne die es keine Liebe gibt.

Ich darf gleich noch etwas sagen. Ich selbst kann nicht immer lieben. Ich bin ja auch nicht Gott. Ich bin nur ein Mensch, der sich mit allem möglichen Erleben auf dieser Welt auseinandersetzen muss. Ich sage das deshalb, weil mir das oft zum Vorwurf gemacht wird, wenn die Menschen merken, dass sie meinem Glauben nichts anhaben können. Damit wollen sie mir beweisen, dass ich nicht wirklich glauben kann, weil ich nicht immer lieben kann. Doch das Eine hat mit dem Anderen nichts zu tun. Ich kann auch erkennen, dass eine Henne ein Ei legt und muss deshalb noch lange nicht selbst Eier legen können. Und ich kann erkennen und daran glauben, dass Gott die Liebe ist und immer liebt und muss deshalb noch lange nicht glauben, dass ich selbst auch immer lieben können muss.

Doch ich weiß immer, wenn ich meine Liebe verloren habe. Und ich weiß, dass nur ich danach streben kann, sie wieder zu finden. Dann wende ich mich ganz bewusst Gott zu und bitte einfach um seine Hilfe. Und noch niemals hat er sie mir versagt! Man muss sie nur erkennen können, denn Er gibt sie manchmal anders, als der Mensch sie von ihm fordert.

Wenn ich im Gespräch mit Gott oder im Gebet, meine Augen zum Himmel hebe, dann nicht deshalb, weil ich dort seinen Sitz vermute, sondern weil ich weiß, dass Gott in allem ist. Gott ist in der Weite des Universums, das sich für uns Menschen als sichtbarer Himmel darstellt, genauso, wie Gott in mir ist. (Nicht vergessen: Das ist göttliches Sein! Göttliches Sein ist in allem zu sein!) Wenn ich mir nun als meinen Treffpunkt mit Gott die Weite des Himmels wähle, dann ist der Grund dafür, weil ich mich von allen greifbaren Dingen im Gespräch mit ihm befreien will. Ich werfe allen weltlichen Ballast ab und begebe mich in die Freiheit des unbegrenzten Universums, um dort auf Gott zu treffen und auf nichts anderes als Gott.

Wenn ich Gott ein väterliches Antlitz gebe, dann tu ich das, weil es für mich tröstlich ist, für meine Kommunikation mit ihm einen direkten Gesprächspartner vor mir zu sehen, einen väterlichen Freund, der mit seinem väterlichen Ratschlag mein Leben in eine positive Richtung lenken will.
Ich
gebe meiner Liebe ein Gesicht. Und ich übernehme gerne die Vater-Figur, die andere Gläubige schon vor mir dafür gewählt haben, weil ich mit dieser Vater-Figur das Ewig-gebende, Ewig-spendende, Ewig-Halt-gebende symbolisieren kann.

Ich selbst wähle für meine Gespräche am liebsten Jesus. Dem Umstand, warum das so ist, widme ich den zweiten Teil meines Manuskriptes. Hier nur so viel: Ich finde es wunderbar, als Mensch die Möglichkeit in sich zu finden, seinem Gefühl ein geistiges Antlitz zu geben. Das ist für mich eines der größten Wunder des Menschsein. Und ich finde, es erleichtert den Umgang mit nicht greifbaren Phänomenen ungemein.
Wichtig daran erscheint mir nur, nie zu vergessen, dass alles aus einem selbst kommt: Die Liebe, Gott - und das Bild, das man sich von ihm macht.

Aber gerade an ihrem Umgang mit Gott können wir sehr gut erkennen, wie sehr die meisten Menschen ihren menschlichen nichtgreifbaren Phänomenen gegenüber unsicher sind. Nichtgreifbare Phänomene sind für sie entweder etwas nicht Vorhandenes oder einfach etwas Außenliegendes. Und dadurch natürlich etwas, das Angst machen muss.
Wenn es etwas Außenliegendes gibt, das nicht sicht- oder hörbar, und schon gar nicht greifbar ist, dann fühlt man sich dem hilflos ausgeliefert. Weil man sich bei einem Angriff ja nicht wehren kann.

Und schon sind wir wieder mitten im Thema. So werden doch auch viele Schäfchen bei der Stange gehalten. Wenn sie sich nicht ordentlich und brav verhalten, dann kommt die außerirdische Gerechtigkeit über sie. Wen wundert es, dass viele, die ihr ganzes Leben äußerst fromm sind, nicht wirklich verstehen können, warum gerade ihnen die Kinder wegsterben, oder das Haus abbrennt. Und wen wundert es weiter, dass diejenigen, die weniger fromm sind, auf diese Tatsachen sehr gerne verweisen?
Wer unter diesen Bedingungen glauben kann, dessen Seele ist wahrscheinlich wirklich gegen alles gefeit. Weil der braucht wirklich aber auch schon für gar nichts Beweise. Nur erscheint es mir, dass diese enormen Unwahrscheinlichkeiten, die in diesem Zusammenhang auftreten, eher auf bedingungslosen Gehorsam schließen lassen, als auf unbedingten Glauben.

Das Schöne an meinem Glauben ist es, dass ich nicht darauf angewiesen bin, die haarsträubendsten Geschichten blind zu übernehmen und nicht hinterfragen zu können, oder die unverständlichsten "Vergeltungsmaßnahmen" demütig, zweifelsfrei und aggressionslos über mich ergehen lassen muss. Ich muss meinen Glauben wohl nicht beweisen (und schon gar nicht können), doch beantwortet dieser jede Frage. Da bleibt nichts offen. Mein Gott beantwortet alle Fragen. Niemals verlangt er mit salbungsvollem Lächeln einfach bedingungslosen Glauben, wenn er mir alle fünf Minuten die größten Prügel vor die Beine wirft.

Mich erinnern diese Anforderungen an die Gläubigen an ein ganz ähnliches Muster aus dem täglichen Leben, unter dem wir wahrscheinlich so ziemlich alle zu leiden hatten. Wenn wir als Kinder unsere Eltern etwas fragten, diese uns keine Antwort geben konnten oder wollten und einfach sagten: Das verstehst du jetzt noch nicht, aber mach das, denn Mutti oder Vati sagt das so. Und wenn wir es nicht machten, dann gab es vielleicht bei dem einen oder anderen auch noch eine Tracht Prügel.
Ist das nicht eher simple Machtausübung, als liebevolle Führung? Auch wenn Mutti es noch so gut mit uns meinte und Vati uns vielleicht vor etwas beschützen wollte.
Und soll Gott denn nicht unser Führer sein, unser Führer zum Guten und zur inneren Freiheit? Kann man einen Menschen mit bedingungslosem Gehorsam zu innerer Freiheit führen? Kann man einen Menschen unter Strafandrohung zum Guten erziehen? Und kann man ihm mit einem salbungsvollen Lächeln und ausgebreiteten Händen Trost geben, wenn ihm die Not an der Gurgel sitzt?

Wahrscheinlich werden sich nun einige vorstellen können, wie froh ich bin, auf diese Fragen schlüssige Antworten erhalten zu können. Jahrzehntelang haben sie mich beschäftigt und meinen Glauben blockiert. Der Mensch ist nun einmal auch das Wesen, das eine gehörige Portion Verstand mit sich trägt. Den kann man nicht einfach weg-glauben. Ich finde, glauben ist etwas, das man mit seinem Verstand vereinbaren können muss. Sonst gibt man einen anderen Teil seines Menschsein (nämlich die Ratio) auf.

Und deshalb finde ich es so wunderbar, mit meinem Verstand eine Grundlage erkennen zu können, die meinen Glauben ermöglicht. Oder umgekehrt, meinem Glauben jederzeit mit meinem Verstand Fragen stellen zu können. Und von Gott darauf Antworten zu erhalten!