LyricLove
ich liebe dich
mit meinen worten
in meinen worten
aus meinen worten
ich liebe dich
nicht mit meinen händen
meine hände streicheln nur mich
ich liebe dich
nicht mit meinen augen
meine augen sehen nur mich
ich liebe dich
nicht mit meinem herz
mein herz schreit nach dir
mit meinen worten
in meinen worten
aus meinen worten
die liebe muss sie sein
rasend. muss sie sein
die liebe. rasend.
sie muss dir die haut
herunter reißen und
das fleisch verbrennen
dir den atem schnüren
und als schrei von deinen
lippen bluten.
still. muss sie sein
die liebe. ganz still.
sie muss dir balsam auf alle
deine wunden legen und die
hitze der lust zur wärme kühlen
dir den atem des lebens einhauchen
und das blut von deinen
lippen küssen.
die liebe. muss sie sein
die liebe. die liebe.
der samen der zärtlichkeit
zärtlichkeit
ist der samen
den so verschwenderisch du
über meinen landschaften
aussprengst
unversiegbar
strömt er aus den lenden
deiner liebe
hüllt mich in milchigweißen schimmer
und in die bittersüßen düfte deiner lust
sprühend netzt er feuchtigkeit
auf meine lippen
und lockt
rot blühende lebendigkeit
aus allen knospen
die für dich zum mahl bereit gelegt
verwandelt blut in wein
der aus tiefen kellern strömt
in die fässer unseres verlangens
aus denen wir im trunke
aneinander uns berauschen
und sickert tief in den boden
aus dem wir
uns entgegen wachsen
erwärmt
die lichter flackern
das laken brennt
aus unseren leibern
dampft das glück
schwängert die luft
mit atemschwüle
dick und satt
grinst die lust
aus unseren augen
mit aufgerissenen mündern
trinkt sie
des augenblickes ewigkeit
zärtlichkeit weht
löscht das verlangen
summt heitere lieder
auf unsere haut
das laken wärmt
die lichter strahlen
feuersprung
schenkel beben
mein knie schiebt sich
über die schluchten
deines verlangens
auf zehenspitzen
schleicht mein leib
in deinen blick
der abgrund lodert
in meinen augen
fällt der vorhang
ich breite die arme aus
und springe
schach der dame
sm auf dem schachbrett
nannten wir es
er schwarz
ich weiß
peitschende blicke
schreiender atem
er laut
ich leis
gefesselt in locken
geknebelt in fragen
er kalt
ich heiß
bepillter morgen
erinnert noch heute
er ahnt nicht
ich weiß
sternenblues
aus sternennacht
wälzt sich der blues
schleppt dunkle töne
in das lied der sehnsucht
hinter verbissenem mund
zieht atem flache kreise
aus leeren augen
rieselt schwarzes salz
in brünstig' blut
ein saxophon verzittert
aus weicher kehle
stürzt ein stummer schrei
an diesen morgen
an diesen morgen
wenn die grashalme zittern
unter dem atem des erwachens
der zarte röte in die wiesen bläst
wenn sich die bäume
nach dem tage strecken
und ihren nachtgedanken
lichte punkte säuseln
wenn sich mein blick
im tau der frühe klärt
und doch der horizont
sich nur im grau verflimmert
an diesen morgen
kann es sein
dass meine sehnsucht
aus dem nest fällt
und ihre flügel
unter welken sommerrosen
zu grabe trägt
berührend
deine worte sind berührungen
wie fingerspitzen gleiten
sie über meine haut
versinken in meinen augen
und streicheln die falten
meiner liebe glatt
dann wieder
streuen sie mir sand in die augen
kratzen mit spitzen nägeln
wunden in mein gefühl
und reißen große fetzen
aus meinem herzkleid
und manchmal
brennen sie mir löcher in die haut
aus denen die lust herauskocht
mir die augen verklebt
und dein wortgemächt
drängt sich in meinen leib
in der wärme deines südens
heute nacht
trugst du mich in die dünen
fülltest den süßen sand
deines begehrens
in die sanduhr
meines traums
hast mich gebettet
in das glitzern deines schattens
der mondumspült
mein bild des universums
neu erschuf
schmücktest die haut mir
mit wellenkräuseln
das deine flut an
meine strände brach
hast mich berieselt
mit lippensalz
und auf den flügeln
meines haares
in die leichtigkeit
getragen
schenktest dem wind
mein lachen
und meinem morgen
die wärme deines südens
dann erst
nein nein
küss mich nicht
nicht jetzt
nein nein
schicke deine fingerspitzen
nicht über meine haut
nicht jetzt nein
nein
nicht jetzt hauche
deinen atem in mein leben
nein
jetzt schraube deinen blick
in meinen
und reite durch das tor
das offen in erwartung glüht
werfe den speer
mit einem stoß
zerschmettere den feind
der sehnsucht heißt
und meinen tod will ich
dir schenken
und dann erst
nimm dir meine haut
und dann erst
küsse mir erwachen
dann erst
lass mich auf deinem atem
in dein leben schweben
mein bist du
und ich rase an
deinem hals empor
meine zunge verlässt
den brennenden zaun
meiner lippen und
umspült die deinen
mit dem durst meiner gier
nach dir
ich beiße dir die seele
aus dem leib
du kannst sie nicht mehr retten
sie ist mein und
rot werde ich sie färben
purpurrot mit dem blut
meines verlangens
ich esse dich auf
mit haut und haaren
esse ich dich auf
alles esse ich auf
von dir
alles
deinen mund und
deinen hals und dann
dein herz und dein geschlecht
deine augen trinke
ich in meinen schoß
und deine schreie
gieße ich in meine ohren
mein bist du
zuckend in mir
die nacht ist dunkelrot
und erst die morgensonne
wird dich neu gebären
erinnerung
bist du's
erinnerung
die mir die nacht versüßt?
bist du das
die mit hellem lichterschein
meine augen sanft umflutet
um der liebe traum zu sehen
den ich geträumt
mit offenen augen
deren wärme sich mit sanften
flügeln über meine tränen breitet
sie zu diamanten macht
in der krone
meiner sehnsucht
die mit vollen händen rosen
streut auf meinen weg
der mich aus dunklem wald
in den blühenden garten
meiner liebe führt
wenn du das bist
erinnerung
sei mir willkommen
herzschmerz
schmerz tropft
aus meinem samtherz
in das ich dich gehüllt
als das tor des winters
sich knarrend öffnete
nach diesem sommer
deiner blicke in das anderswo
langsam und unaufhörlich
zittert die angst
auf das eis deiner worte
doch viel zu kalt
sind deine eitlen augen
um dich zu wärmen
im licht der liebe
die sich aus sehnsuchtsvollen nächten
über dich ergießt
hart klirrt der abendstern
auf den asphalt
dreht hämisch grinsend
pirouetten
auf den gefrorenen pfützen
meiner tränen
die zigarette glüht
umsonst
hängt keine sterne mehr
für mich
in deinen himmel
nackt
ich tanzte
die ganze nacht
den strand entlang
allein
ich riss mir die
kleider vom leibe
und wollte mich
dem mond hingeben
den du mir versprochen hast
doch er tanzte
an einem anderen strand
ich riss mir die
haare vom kopf
weil ich glaubte
in ihnen die sterne zu finden
die du mir versprochen hast
doch sie tanzten
in anderen haaren
ich tanzte
die ganze nacht
den strand entlang
allein
der morgen
trägt meine kleider
und meine haare über dem arm
doch ich bin erschöpft
von der nacktheit
meines alleinseins